Manchmal verändert ein einziges Ereignis das ganze Leben. Der Verlust eines geliebten Menschen, eine belastende Diagnose, ein Unfall, eine Trennung oder eine andere außergewöhnliche Situation können das Gefühl auslösen, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Menschen in Krisen zu begleiten ist seit vielen Jahren Teil meines beruflichen Weges. Durch meine langjährige Tätigkeit als Notfallsanitäterin und meine Arbeit in der Notfallambulanz im AKH Wien habe ich Menschen in den unterschiedlichsten Ausnahmesituationen begleitet. Ich habe erlebt, wie schnell das Leben aus dem Gleichgewicht geraten kann – und wie wichtig es ist, in diesen Momenten jemanden an der Seite zu haben, der Ruhe bewahrt, Orientierung gibt und Sicherheit vermittelt.
In solchen Momenten braucht es oft keine schnellen Antworten. Was es braucht, ist ein geschützter Raum und einen Menschen, der mit Erfahrung, Klarheit und Wertschätzung begleitet.
Ich unterstütze Menschen in akuten Belastungs- und Krisensituationen dabei, wieder Halt zu finden und Schritt für Schritt in Kontakt mit sich selbst und dem Hier und Jetzt zu kommen. Gemeinsam schaffen wir Stabilität, entlasten das Nervensystem und entwickeln individuelle Wege, mit belastenden Gefühlen, Gedanken und Bildern umzugehen.
Meine Arbeit verbindet meine langjährige Erfahrung aus der Notfallmedizin mit bewährten Methoden der Krisenintervention, der Traumafachberatung sowie systemischen und körperorientierten Ansätzen. Dabei steht nicht die Frage im Mittelpunkt, wie belastende Erinnerungen verschwinden können, sondern wie sie ihren überwältigenden Einfluss verlieren und wieder Raum für Atmen, Denken und Handeln entsteht.
Der zeitliche Rahmen
Krisenintervention ist eine zeitlich begrenzte Unterstützung in der ersten Phase nach einem außergewöhnlich belastenden Ereignis. In den ersten zwei bis drei Wochen finden meist zwei bis drei Gespräche statt, gefolgt von einem weiteren Termin im Verlauf. Nach etwa vier Wochen sollte sich eine erste, wenn auch manchmal noch sehr vorsichtige Stabilisierung zeigen. Ist die Belastung weiterhin unverändert stark oder wird deutlich, dass längerfristige Unterstützung hilfreich wäre, kläre ich gemeinsam mit Ihnen, welche Form eine weitere Begleitung passend ist.
Ich begegne jedem Menschen mit Respekt, Wertschätzung und der Überzeugung, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, wieder Halt zu finden. Eine Krise muss nicht allein bewältigt werden. Manchmal genügt ein geschützter Rahmen, damit aus Orientierung wieder Zuversicht und aus Zuversicht der nächste Schritt entstehen kann.

